Kalligrafie

Die Kunst des Schönschreibens wird auch Kalligrafie genannt. Der Begriff kommt aus dem griechischen: kalós = schön, gráphein = schreiben. In der Geschichte kam die Kalligraphie insbesondere im religiösen und kulturellgeschichtlichem Bereich zum Einsatz: Erzählungen, die sich mit der Religion, dem Volk oder mit Legenden beschäftigen. In der heutigen Zeit ist die Kalligrafie in der chinesischen und auch japanischen Kultur noch weit verbreitet, und es gilt als Kunstform. Hier wird primär mit Pinsel und Tusche gearbeitet, und die Werke finden sich als senkrechte Tafeln an der Wand.

Die Kalligrafie hat in den verschiedenen Kulturen eine unterschiedlich große Bedeutung. Während im Westen und im Christentum die Werke mit Illustrationen begleitet wurden und werden, sind diese im Islam und auch im Judentum nicht erlaubt – und die religiösen Schriften wirken aufgrund ihrer kunstvollen Kalligrafie. Heute ist die Kalligrafie aber auch ein Hobby – das Schönschreiben, das Nachzeichnen von Buchstaben und Texten stellt hohe Ansprüche an den Künstler, da sie eine ruhige Hand und auch ein hohes Maß an Konzentration und Präzision erfordern. Oftmals wird hierfür eine Feder benutzt, die in Tusche getunkt wird. Doch auch mit einem Füller kann man schöne Texte gestalten, insbesondere wenn die Feder abgeschrägt ist. Dabei kann die Kalligrafie auch eine Form von Meditation darstellen:

„Die Ruhe dieser Arbeit erfüllt das ganze Wesen mit einer umfassenden Zufriedenheit, wo Zeit und Raum, für kurze Zeit wie weggewischt, uns nicht mehr kümmern noch belasten“
(Andreas Schenk)



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