Kulis haben viele Vorzüge: Sie sind günstig, unverwüstlich, dokumentenecht, und ist die Tinte leer, tauscht man sie einfach aus. Die Spitze des Kulis besteht aus einer Kugel, die sich beim Aufdrücken auf das Papier dreht, und während dessen die dickflüssige Tinte aus dem Vorratsbehälter, der Mine, aufnimmt. Die Kugelschreiber – Kugel besteht aus einem sehr harten, keramischem Material, Wolframcarbid. Die Kugel hat einen durchschnittlichen Durchmesser von etwa einem Millimeter, es gibt jedoch auch feinere Kulis – in Japan beispielsweise gibt es Kulis mit einem Kugeldurchmesser von gerade einmal 0,2 Millimeter.
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Kulis kommen jedoch nicht nur im Alltag zum Einsatz, sondern auch in der Kunst. Zeichnungen mit Kulis zu erstellen hat verschiedene besondere Vorteile: Zum einen ist das Schreibgerät im Vergleich zu anderen sehr günstig und liefert konstante Strichstärken. Man kann aber auch mit dem Druck auf das Papier variieren – mehr Druck erzeugt stärkere Striche, weniger Druck feinere. Auch die Stärke des Papiers und die Wahl der Unterlage (weich oder hart) können ein Stilmittel sein. Kulis haben außerdem den Vorzug dass sie lichtbeständig sind, also mit der Zeit nicht verblassen. Man kann die Striche jedoch auch mit Alkohol vermischen, was tuscheähnliche Effekte erzeugen kann.
Die Geschichte des Kulis reicht weit zurück – bereits Galileo Galilei zeichnete eine Skizze über ein Kugelschreiber ähnliches Schreibgerät. Zur Serienreifen kamen die Kulis jedoch erst im Jahre 1945, wo der Amerikaner Milton Reynolds die Kulis in Serie produzierte und sie mit großem Erfolg auch verkaufte – obwohl seine Kulis teurer waren als die damaligen Füller. Sie hatten jedoch qualitative Mängel, und da er tausende von Kulis wieder zurück nehmen musste, war er bereits sechs Jahre nach Markteinführung bankrott. In den folgenden Jahren produzierten insbesondere deutsche Unternehmen aus dem Schwarzwald wie Schneider oder Schmidt Kugelschreiber – teilweise auch ohne Beachtung von Patentrechten, was hohe Folgekosten mit sich brachte. Und doch, es hat sich gelohnt: Die Firma Schneider produziert auch heute noch Kulis – und auch Füller - , in jedem Preissegment.
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